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Thema: Der Anfang

Baum-Darstellung

  1. #1
    Benutzer Avatar von Caninus
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    Der Anfang

    Am Samstag (10.03.12) ging's los.
    Ich habe mich entschieden, mehrere Versuchsreihen zu machen und mit der Kiln-Methode zu beginnen.
    Bei dieser ersten Versuchsreihe werde ich gleichzeitig Urin destillieren/kalzinieren/muffeln und parallel undestillierten Urin kalzinieren/muffeln, um mit dieser Arbeitsweise mehr Salz zu gewinnen.
    Mein Plan ist, das Salz vom destillierten Urin mit dem vom undestillierten Urin zu mischen, das Ganze mit dem Destillat zu vereinen, 13 Mal zu destillieren und zwischendurch immer wieder zu kalzinieren und zu muffeln.

    Angeregt durch den neuesten Thread im amerikanischen Forum spiele ich mit dem Gedanken, danach noch einige Male über das gereinigte Salz zu destillieren, ohne zwischendurch zu kalzinieren.
    Die erste Destillation (bei 79 Grad) ist mittlerweile durch (800 ml reduziert auf 300 ml nach rund 30 Stunden).

    Auch zwei Kalzinationsvorgänge sind super gelaufen.
    Beim ersten Mal habe ich 800 ml undestillierten Urin ca. 26 Stunden lang eingedampft.
    Als sicher hat sich hier eine Temperatur von 90 Grad erwiesen (gemessen mit dem internen Temperatursensor der Witeg-Heizhaube und dem dazugehörigen Laborregler).
    Nach 26 Stunden hatte ich eine fast schwarze, etwas zähe, leicht schaumige, stinkende Pampe (ca. 1 cm im 1L-Rundkolben), die ich dann mit 120 Grad getrocknet und danach mit bis zu 450 Grad verascht (nicht verarscht :-)) habe. Diese Asche löste sich fast wie von selbst aus dem Rundkolben - in Form kleiner "Blättchen".
    Zum Glück kann ich mir solch lange Zeiten erlauben, weil ich zum Kalzinieren/Muffeln nicht in's Freie muss (dazu im nächsten Beitrag mehr).
    Irritiert hat mich, dass während der ganzen Zeit nur weißer Rauch aufstieg und es erst zum Ende angefangen hat, so richtig zu stinken. Bis dahin roch es eher nach Schafstall mit einem leicht blumigen Unterton.
    Ich schreibe das, weil ich hier schon andere Aussagen über die Farbe des Rauchs und den Geruch gelesen habe.

    Beim zweiten Mal habe ich auch 800 ml undestillierten Urin genommen und den Kolben - nachdem die Hälfte verdampft war - mit dem Rest aus der ersten Destillation wieder aufgefüllt. Ansonsten lief alles, wie zuvor beschrieben.

    Einmal gemuffelt habe ich nun auch bereits. Angeregt durch Thomas' Berichte habe ich eine Temperatur von 1030 Grad gewählt und meine zuvor im Mörser pulverisierte Kalzinations-Asche in der Alumina-Schale auf einer Brennunterlage 3 Stunden lang gebrannt. Ich habe die Schale in den Ofen gestellt, nachdem dieser 400 Grad erreicht hatte.
    Dies habe ich indoor getan, während der gesamten Zeit habe ich nicht einmal die Klappe geöffnet und es ist überhaupt kein Rauch oder Geruch entstanden. Der Brennraum des Ofens ist vollständig sauber geblieben.

    Nach 3 Stunden hatte ich ein reines weißes Salz (s. Foto), das allerdings keinerlei Anstalten macht, sich aus der Alumina-Schale lösen zu lassen.
    IMG_20120313_120801.jpg

    Ich habe mich jetzt entschieden, das Salz einfach in der Schale zu belassen und - zusammen mit der jeweils neuen Kalzinations-Asche - so oft 3 Stunden lang bei 1030 Grad zu brennen, bis es freiwillig loslässt - das hat ja bei Thomas auch geklappt.




    Geändert von Caninus (13.03.2012 um 14:54 Uhr)

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